Erfolgreicher Projekttag „No Waste Food/Food Waste – Don’t waste, but taste“ – „Weg mit Plastik“ am 15.06.2016

Das Abendgymnasium Sophie Scholl beteiligt sich erstmals an dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb "Umweltschule in Europa". Als Handlungsfelder bearbeiten  die Studierenden und Lehrkräfte zwei aktuelle, insbesondere dringliche Handlungsfelder mit dem mittelfristigen Ziel, vor Ort etwas an den sich abzeichnenden Negativentwicklungen zuändern: "No Waste Food/Food Waste, Don‘t waste, but taste", „Weg mit Plastik“ vgl. Artikel in der NOZ vom 14.1.2015).
Ein erster teilschritt war bereits wenige Wochen nach Anmeldung zum Wettbewerb erreicht:  der mit Plastikbechern bestückte Kaffeeautomat wurde durch ein Gerät ersetzt, das  von den Studierenden selbst bereitgestellte Becher mit diversen Kaffeespezialitäten, Tee oder einer Suppe befüllt.
Am 15. Juni 2016 führten Studierende und das Kollegium des Morgen- und Abendangebots  15 Teilprojekte durch, in denen das Rahmenthema mit Leben gefüllt wurde. So entstand z. B. ein Restekochbuch und wir lernten in einem Mini-Praxisseminar von den Osnabrücker Foodsavern, wie  nicht mehr verkäufliche Lebensmittel schmackhaft verwertet werden können, in einem anderen Projekt, welches Engagement hinter der „Tafel“ steht. Eine Fotosafari tat Schwachstellen zu weggeworfenen Lebensmitteln auf, ein Fragebogen offenbarte ein Meinungsbild zum Umgang mit Natur und Umwelt und ein Wissens-Memory-Spiel rundet die Aktivitäten ab. Außerschulische Unternehmen (Conditorei Reinhard Coppenrath, McDonalds) gewährten uns Einblick in ihre alltägliche Praxis mit nicht mehr verkäuflicher Ware. Auch die Praktiken großer Discounter wurden unter die Lupe genommen. Im Idealfall sind einige Vorstoßrichtungen davon (z. B. Einrichtung eines Restekühlschranks in Zusammenarbeit mit der Foodsaver-Initiative Osnabrück, „Wie gehen  Discounter und Co. in der Zukunft mit Lebensmittelresten um ?“) zur Fortschreibung über die erste Wettbewerbsrunde hinaus geeignet. Neben den fachlichen Erfolgserlebnissen waren auch Kommentare aus dem Kollegenkreis wie „Wenn unsere Studierenden sich einmal für etwas erwärmt haben, dann  entfachen sie ein wahres Feuer“ zu hören und auch die kritisch-sachliche, vor allem interessierte Herangehensweise der Studierenden bei ihren außerschulischen Interviews wurde per Rückmeldungs-Mail gelobt. Die Fragebogengruppe vergaß dabei Zeit und Raum und arbeitete bis deutlich über die vorgegebene Zeit hinaus. Erwähnenswert auch das mehrfach aufkommende „Aha-Erlebnis“, als die Foodsaver ihren Vorratskorb  mit angeblich abgelaufenen Lebensmitteln brachten und diese völlig problemlos vor Ort schmackhaft verarbeitet werden konnten. Dabei outete sich auch der eine oder andere Kochmuffel als überaus kreativ.

Alle Beteiligten waren mit großem Engagement dabei und können mit eindeutigen Ergebnissen aufwarten, die sowohl zur persönlichen Reflexion  - „Wie kann ich besser mit Umweltressourcen umgehen?“ –  beitragen als auch geeignet sind, nun vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen Anregungen zur Beantwortung dieser Frage weiterzugeben.